Indisches Restaurant Goa 2 Berlin Prenzlauer Berg Buffet

November 19th, 2008

Das indische Restaurant Goa 2 im Prenzlauer Berg Berlin (Adresse Gleimstrasse 18, 10437 Berlin) bietet Sonntags im 14tägigen Rythmus ein interessantes Angebot. Es wird ein sehr solides indisches Buffet zum all you can eat Preis von 6 Euro pro Person angeboten das nicht nur uns zu überzeugen weiss.

Das relativ kleine indische Restaurant verfügt über ein sehr angenehmes und modernes (allerdings bis auf die Bilder eher weniger indisches) Ambiente. Das Buffet überzeugt hierbei mit einer, zwar nicht sehr grossen, aber repräsentativen Auswahl an indisches Speisen. Zum obligatorischen Basmati Reis, in meinen Augen sehr gelungen (kann ja auch nicht jeder), wurde ein Mutton Madras Lammgericht, ein Chicken Goa (Hühnchen mit milder Kokossauce) und zwei vegetarische Gerichte bestehend einmal aus Spinat und Käse, sowie Gemüse Kokos angeboten.

Abgerundet wird das Speiseangebot durch Hähnchenschenkel Tandoori Chicken (scharf), frischem Salat mit den üblichen 3 verschiedenen Saucen, scharf, mint und Mango, sowie einem Nachtisch in Form von Obst in Mangosauce. Selbstverständlich verfügt das Buffet auch über einen stets ausreichenden Vorrat an Papadam, dem scharfen und knusprigen indischen Brot aus Linsenmehl.

Als Getränk bevorzugten wir in diesem Fall das angebotene Jever Pils (0,5 l = 2,90 EUR), sowie die Mangosaftschorle (0,4 l = 2,50 EUR). Es werden auch die Marken Radeberger (0,5 l = 2,90 EUR) sowie das bereits beschriebene Jogi Bier zum gleichen Preis angeboten. Insgesamt verfügt das indische Restaurant Goa 2 über eine sehr gute Getränkekarte, die vom Weizenbier bis hin zu verschiedenen Weinen zu vernünftigen Preisen reicht. Auch die offenen Weine werden zum fairen Preis von 2,90 EUR pro 0,2 Liter angeboten.

Insgesamt eine überraschend positive Abrundung eines sonntäglichen Spaziergang mit vollen Mägen zum günstigen Gesamtpreis von 22,80 EUR für 2 Personen. Auch wenn es noch einem Geheimtipp im Prenzlauer Berg gleicht ist es zu empfehlen in der Buffetzeit (12-22 Uhr) einen Tisch zu reservieren. Dies ist unter der Telefonnummer 030 - 975 96 53 möglich. Unser Ausflug endete mit einem anschliessenden Besuch des direkt gegenüberliegenden Kino Colloseum. Der nächste Buffettermin ist am 30.11.2008 und danach im 14tägigem Rythmus.

Verarsche unterm Brandenburger Tor

Oktober 3rd, 2008

Nachdem wir gerade von den Feierlichkeiten zum Tag der deutschen Einheit unterm Brandenburger Tor zurückgekehrt sind, müssen wir doch erstmal unserer Enttäuschung freie Bahn lassen. Die Verärgerung über die komplette Veralberung war so gross, das wir die Veranstaltung vorzeitig verlassen haben.

Der Grund uns den beschwerlichen Begebenheiten dieser Grossveranstaltung auszusetzen lag hauptsächlich im angesagten Auftritt der Bands Klee und Jennifer Rostock. Insbesondere Jennifer Rostock hat es uns beim eWig Rocken Festival in Prora sehr angetan und wir waren dementsprechend voller Vorfreude auf ihren Auftritt.

Der komplette Abend wurde von RTL II veranstaltet und so war die Veranstaltung wie zu erwarten auch von ständigen Werbepausen unterbrochen. Nachdem auch bei anderen Festivals Umbauphasen usus sind kann man hierin nicht wirklich etwas schlimmes sehen, wenn denn auch die entsprechende technische Ausstattung vorhanden gewesen wäre. Die (für eine Veranstaltung mit knapp 700.000 Besuchern) eher lächerliche Anlage lief scheinbar ständig auf dem letzten Loch und hat neben der viel zu geringen Lautstärke in manchen Momenten jämmerliche Verzerrungen produziert. Von einer Anpassung an die Anforderungen der verschiedenen Bands ganz zu schweigen. Überrascht waren wir auch über die Playbackauftritte einiger Gesangstalente, jedoch gab es bis zum Auftritt von Nevio keine (nicht erwarteten) Überraschungen.

Der Grund unserer riesigen Verärgerung ist darin zu finden das Nevio, Klee und (leider auch) Jennifer Rostock nicht physisch aufgetreten sind. Wie es technisch möglich war erscheint mir rätselhaft, da auf den Videoleinwänden der Bühne Auftritte auf dieser Bühne inklusive Publikum und allem drum und dran gezeigt wurden. Den meisten Besuchern ist gar nicht aufgefallen das sie an der Nase herumgeführt werden. Es wurde mit keinem Wort erwähnt, im Gegenteil die Bands wurden mit grossen Pomp angekündigt. Die Fernsehzuschauer müssen davon ausgehen, dass diese Bands tatsächlich in Berlin aufgetreten sind. Das war leider nicht der Fall. Neben der Enttäuschung über dieses Verhalten fragen wir uns auch, warum es notwendig ist sich so zu verhalten. Bei Jennifer Rostock können wir uns den Grund nur darin vorstellen, das ein Auftritt aufgrund ihres sehr freien Redens für die Veranstalter zu “gefährlich” war.

Natürlich gibt es auch positives zu berichten, die Auftritte von In Extremo und oomph! waren hervorragend, wenn auch viel zu kurz. Nach dem ganzen Ärger musste ich mich erstmal mit einigen Free SMS ohne Anmeldung an meine Freunde wenden. Nachdem ja nun mittlerweile aufgeklärt ist (siehe Kommentare) wie es wirklich gelaufen ist, hat sich der Ärger auch verzogen. Im Grunde war es viel Lärm um nichts.

eWig rocken in Prora / Rügen

August 19th, 2008

Am vergangenen Wochenende hatten wir endlich wieder die Zeit und Möglichkeit ein Festival zu besuchen. Die Wahl fiel auf eWig rocken in Prora direkt am Ostseestrand auf Rügen. Der Haupthintergrund dieser Wahl ist neben der wirklich herausragenden Location vorallen im Auftritt der Ohrbooten am Samstag zu finden. Aber auch das restliche Line Up wusste zu überzeugen. Insbesondere Krach und die kranken Schwestern sollen auf diesem Wege positiv erwähnt werden.

Ein ausführlicher Bericht folgt.

Singapur Restaurant Mirchi Berlin Mitte

August 14th, 2008

Vor etwa 4 Wochen hatten wir endlich wieder die Möglichkeit ein Restaurant in Berlin zu besuchen. Es handelte sich um das Restaurant Mirchi in der Oranienburger Str. 50 in Berlin Mitte, bei dem sich alles um die asiatische Küche aus dem Raum Singapur dreht.

Die Küche aus Singapur ist insofern sehr interessant, da sich hier die verschiedenen Einflüsse des asiatischen Raums sehr schön zu einer Einheit vereinen. Wie auch schon im zur selben Firma gehörenden indischen Restaurant Amrit wurde sich mit dem Ambiente sehr viel Mühe gegeben. Das Restaurant ist sehr inspiriert asiatisch geschmückt und man fühlt sich auf Anhieb wohl.

Nachdem wir einen Platz im Aussenbereich zugewiesen bekamen, der mit einem Lamellendach  und Heizpilzen bedacht ist, haben wir das bereits vom Amrit bekannte Jogibier (0,5 Liter für 3,20 EUR)  und einen Mango-Lassi (0,4 Liter für 4,00 EUR) bestellt und uns in die umfangreiche Speisekarte vertieft.

Unsere Wahl fiel auf das Won-Tans Prawn and Chicken als Vorspeise. Das Cheese Penang und ein Cheese Penang durfte unsere Hauptspeise bilden. Bei der Vorspeise Won-Tans Prawn and Chicken handelt es sich um mit Hühnchen, Schrimps und Basilikum gefüllte knusprige Teigtaschen in einer auch für zwei Personen ausreichenden Portion für recht günstige 4,70 EUR. Diese Vorspeise verdient eine eindeutige Empfehlung.

Die Hauptspeisen: Beim Cheese Penang handelt es sich um ein vegetarisches Gericht, bei dem über dem Grill gebratener (sehr leckerer) Käse mit dem bekannten Penang kombiniert wird. Eine Sosse bestehend aus Gemüse in Curry-Kokos Sauce. Die Portion ist über jeden Zweifel erhaben und für einen Durchschnittsesser kaum zu schaffen. Das Cheese Penang kostet mit includiertem Salat und wunderbar duftigem Reis 8,50 EUR.

Das Chicken Penang bietet ebenfalls die sehr zu empfehlende Gemüse-Curry-Kokos Sauce im Zusammenspiel mit gegrilltem Hühnchenfleisch, Salat und Reis. Auch hier war die Portion für mich nicht zu schaffen und wir mussten uns den Rest für daheim einpacken lassen. Das Chicken Penang kostet 9,50 EUR.

Alles in allem war es wieder ein sehr schöner Abend. Natürlich muss gesagt werden, das es sich beim Mirchi aufgrund sehr guter Werbung und überzeugender Leistung auch um ein Touristenlokal handelt. Allerdings ist davon nur wenig zu spüren und der Service gibt sich redlich Mühe die grosse Anzahl an Gästen zu versorgen. Eine kleine Wartezeit und ein wenig drunter und drüber lässt sich in nahezu keinem Restaurant dieser Grösse vermeiden. Die Rechnung des gesamten Abends für zwei Personen betrug faire 36,30 EUR.

Die Parkplatzsituation ist in der Oranienburger Str. bekanntlich sehr eingeschränkt, so das es zu empfehlen ist das Restaurant Mirchi mit den sehr gut passenden öffentlichen Verkehrsmitteln zu besuchen. Die Haltestelle Oranienburger Tor der U-Bahn U6 ist in 100m Entfernung zu finden.

Mal etwas ganz anderes …

August 7th, 2008

Ein interessanter Beitrag des the drinktank Blog hat soeben meine Aufmerksamkeit erregt. Der Autor Mario Scheuermann beschäftigt sich in diesem Artikel mit dem Phänomen der langsam aussterbenden Genussmagazine - bedingt durch die aufstrebenden Blogs und Webmagazine zu diesem Themenbereich.

Zuallererst muss man sagen, das es sich bei diesem Phänomen nicht um ein reines Problem in der Branche der verschiedenen Magazine zum Thema Genuss handelt, sondern es lässt sich beobachten das sich in nahezu jedem Bereich des täglichen Lebens eine fast unmerkliche Revolution hin zu einer nie gekannten Meinungsfreiheit ereignet. Während noch vor wenigen Jahren Leserbriefe eine der wenigen Plattformen der medialen Kommunikation darstellten, so wird heute der Rechner angeworfen und die eigene Meinung auf dem persönlichen Blog veröffentlicht.

Das stellt auch für etablierte Magazine eine Herausforderung dar, da es nun eine Vielzahl von Meinungen gibt die nicht mehr einfach in eine Handvoll verschiedene Lager eingeteilt werden kann. Ich kann mir sehr gut vorstellen das in diesem Zusammenhang einige Personen in der Medienbranche erheblich ins Schwitzen geraten, da die in Deutschland traditionell meinungsbildende Presse hier eine immer weiter wachsende Ohnmacht erleben muss. Diese Bewegung zeigt sich momentan sehr öffentlich und akut im Bereich der “grossen Volksparteien”. Vielleicht ist hier die lang gesuchte Definition des Sagen umwobenen Web 2.0 gefunden. Der Long Tail greift mehr und mehr in das alltägliche Leben über.

Auch wenn die Blogzahlen in Deutschland im Vergleich zu Frankreich oder auch den USA noch erhebliches Potential darstellen, so zeigt sich dem aufmerksamen Beobachter bereits heute woher der mediale Wind der Zukunft wehen wird.