Mal etwas ganz anderes …
Ein interessanter Beitrag des the drinktank Blog hat soeben meine Aufmerksamkeit erregt. Der Autor Mario Scheuermann beschäftigt sich in diesem Artikel mit dem Phänomen der langsam aussterbenden Genussmagazine - bedingt durch die aufstrebenden Blogs und Webmagazine zu diesem Themenbereich.
Zuallererst muss man sagen, das es sich bei diesem Phänomen nicht um ein reines Problem in der Branche der verschiedenen Magazine zum Thema Genuss handelt, sondern es lässt sich beobachten das sich in nahezu jedem Bereich des täglichen Lebens eine fast unmerkliche Revolution hin zu einer nie gekannten Meinungsfreiheit ereignet. Während noch vor wenigen Jahren Leserbriefe eine der wenigen Plattformen der medialen Kommunikation darstellten, so wird heute der Rechner angeworfen und die eigene Meinung auf dem persönlichen Blog veröffentlicht.
Das stellt auch für etablierte Magazine eine Herausforderung dar, da es nun eine Vielzahl von Meinungen gibt die nicht mehr einfach in eine Handvoll verschiedene Lager eingeteilt werden kann. Ich kann mir sehr gut vorstellen das in diesem Zusammenhang einige Personen in der Medienbranche erheblich ins Schwitzen geraten, da die in Deutschland traditionell meinungsbildende Presse hier eine immer weiter wachsende Ohnmacht erleben muss. Diese Bewegung zeigt sich momentan sehr öffentlich und akut im Bereich der “grossen Volksparteien”. Vielleicht ist hier die lang gesuchte Definition des Sagen umwobenen Web 2.0 gefunden. Der Long Tail greift mehr und mehr in das alltägliche Leben über.
Auch wenn die Blogzahlen in Deutschland im Vergleich zu Frankreich oder auch den USA noch erhebliches Potential darstellen, so zeigt sich dem aufmerksamen Beobachter bereits heute woher der mediale Wind der Zukunft wehen wird.