Bar, An einem Sonntag im August in Berlin, Prenz´l berg
Dies ist eine nicht so typische, aber durchaus erwähnenswerte Lokalität in der kultigen Kastanienallee (genauer in der Kastanienallee 103). Das An einem Sonntag im August liegt fast direkt an der Tramhaltestelle Ecke Schönhauser Allee im Prenzlauer Berg. Ich bin schon öfters mal daran vorbei gelaufen, aber diesmal sind wir dann endlich mal reingegangen. Das Inventar ist eine gute Mischung aus 60er Jahre- Stehlampe und ‘antiken’ Sofas, sieht aber absolut gut aus, denn man hat fast schon den Eindruck ein wenig ins Barok abzugleiten. Das liegt seinerseits wahrscheinich eher an den Bordeauxroten Wänden, den mächtigen Kronleuchtern und dem typischen Berliner Altbau Stuck. Also, wir kamen rein und guckten erstmal 10 Minuten beeindruckt in der Gegend rum. In der Zeit kam die Kellnerin, ein hübsches, schankes Wesen mit vielen Tättowierungen und noch mehr Piercings. Sie brachte uns die Karten und liess uns, freundlich wie sie war, erstmal zuende glotzen (ich bin ja quasi ein Urberliner, aber der Laden beeindruckte mich). Wir saßen natürlich auf einer der Couches, die ihreszeichens sehr bequem waren, hatten keinen Hunger und somit bestellten wir unser obligatorisches Bierchen, was mit überaus freundlichen 2,40 Euro zu Buche schlug. Na das lässt man sich nicht zwei mal sagen…..
Die Kellnerin war flink, freundlich und hatte sehr viel zu tun, denn wir waren auf einem Samstag dort und gegen 23 Uhr hatten wir ein grad frisch verlassenes Plätzchen abgestaubt. Das war Glück, denn die Besucher reihten sich schon am Tresen. Nun ja, wir saßen und guckten und tranken und waren immer mehr beeindruckt von der Fülle der Einrichtung und der sehr im Kontrast stehenden Clubmusik (aber angenehm) und trotz des überranntwerdens seiten der Gäste, ließ sich die Bedienung weder Stress noch Hektik anmerken, jedoch wusste man jetzt wie sie es schafft so Gerten schlank zu bleiben, denn 10 km ist sie in den 2,5 Stunden die wir da waren auf jeden Fall gelaufen.
Wir tranken jeder vier Bierchen, also insgesamt acht und hatten somit eine Rechnung von 19,20 Euro, gaben ein nettes Trinkgeld, denn wir hatten ja beim Bier gespart (im Gegensatz zu anderen Lokalitäten), die nette Kellnerin freute sich und wir stiegen leicht angelustigt in die gegenüber haltende Tram, welche auch gleich kam, da wir die Leuchtanzeige ja von drinnen lesen konnten. Wie praktisch und angenehm!