Halford, ‘Rockbar’ in Berlin, Friedrichshain
So Ihr lieben, wir waren mal wieder in Berlin unterwegs und da wir diesesmal zu Haus gespeist hatten, lag es nahe, sich einmal ins Berliner Bargetümmel zu stürzen. Auch diesmal zog es uns in den trendy Friedrichshain, wo ich mich als Student natürlich sehr wohl fühle, denn wer hier nicht Student ist, tut wenigstens so.
Nach einigem Gestöber in der Gegend, entschieden wir uns, wie dieses Blogtopic schon erahnen lässt, für das Halford in der Boxhagener Strasse 19- 20. Äußerlich schon sehr rockig (wir mögen das!) entsprach das Inventar voll und ganz unseren Erwartungen. Die dominierenden Farben waren schwarz, schwarz und…achso, schwarz natürlich. Ausgestattet mit einem großen, dunklen Thresen, stilechter Ledercouch (in schwarz) und ein Billardtisch war auch zugegen. Nein, der hatte schon noch einen grünen Floor und die Kullern waren auch bunt!
Soviel zum Inlay dieses Ladens. Die Preise sind fair, sowohl für Bier, natürlich Schwarzes vom Fass, als auch für die kleinen Zwischenmahlzeiten, die hier die Karte dominieren. Die Kellner sind, wie es sich für das Hallford gehört, sehr rockbar und locker, was einer ausgelassenen Stimmung sehr zuträglich ist. Für alle, die jetzt noch nicht wissen, wie man sich das vorstellen darf, sei gesagt, dass dort supernette, in Leder und viel schwarz, mit Nietenarmbändern behangene Menschen (siehe auch Websitelink oben) anzutreffen sind, vor denen man keine Angst haben muss. Nein, auch nicht, wenn man selber nicht so aussieht (tun wir ja beide nicht). Man wird freundlich empfangen und das Bier kann man gleich am Thresen bestellen, ohne hähmische Blicke zu ernten, denn das ist hier nichts aussergewöhnliches.
Allen, die gern nicht- kommerzielle Rockbands live erleben möchten, wird hier auch jede Menge geboten. Alle Infos dazu findet man auf der natürlich rockigen Website. Einfach dem Konzertplan nachgehen und schwubbs, weiß man alles, was man wissen wollte.
Worauf man hinweisen sollte, ist die Musik, die ihrerseits wie es sich für guten Rock gehört, nie wirklich leise ist. Wer also auf einen lauschigen Abend setzt, sollte dies beachten. Aber wie im Gegensatz zu anderen Lokalitäten, findet sich hier eine gute Auswahl an schönen, teils auch älteren Titeln und von Schrammel und ‘Ich-muss-meine-Instrumente-kaputtmachen-Rock’ wird weitestgehend abgesehen.
Das Fazit dieses Abends war ein gut beschalltes und angeheitertes, fröhliches berliner Pärchen, das nicht mehr ganz den direktesten weg nach Hause traf. Obs am guten Schwarzen vom Fass lag?