Felix, Berlin- Tiergarten

Wir waren mal wieder schwofen. Überrascht sicher keinen mehr! Diesmal ging es nach einem harten Arbeitstag (ja, die gibts auch bei Studenten) mal zu einer dieser ‘after- work- parties’, die ja jetzt in sind. Wie ihr euch schon denken könnt, natürlich neben das Brandenburger Tor ins Felix. Nach einem hochoffiziellen Einlass, mit gefühlten 3000 Türstehern und nem nicht zu verachtendem Dresscode á la chic, ging es dann gegen 19 Uhr 15 rein ins getümmel. Der Vorteil an diesen donnerstäglichen ‘after- work- parties’ im Felix ist, dass man bis 22 Uhr keinen Eintritt zahlen muss und man noch drei ganze Stunden Happy- Hour mitnehmen kann.

Das Inventar ist nobel und die Musik soweit, weil kommerzradio- DJ einigermaßen erträglich, wenn auch nicht optimal. Aber wir Rockliebhaber sind ja tolerant und froh, trotz fehlender Dolce& Gabbanarobe reingekommen zu sein. Was macht man, wenn man grad angekommen ist? Ab an den Tresen und erstmal in die Bierkarte schauen. Hmmm…ja, das musste man dann auch erstmal sacken lassen. Ein kleines Bierchen (aus der Flasche!!!) schlug mit 4,50 Euro zu buche. Gut, dass ja Happy-Hour war und man zwei für eins bekommt. Also hilft hier Plan B, schnell viel Trinken, um ab 22 Uhr nicht noch etwas bestellen zu müssen. Ich muss nicht erwähnen, dass auch die non- alcoholics und Getränke wie Wein ebenfalls nicht billig waren.

Aber nun gut, was an so einem Club ja immer auch noch wichtig ist sind die Menschen. Meine Impressionen waren auch da eher weniger positiv. Es sah so aus, als würde dieser Club eigenhändig versuchen eine Zwei- Klassen- Gesellschaft zu errichten und ich bin mir mittlerweile nicht mehr so sicher, ob ich froh bin, dass ich rein kam. Nun denn, ich Trank mein zweites Bier (es war 19 Uhr 40!!!). Daraufhin wagte ich noch einen schweifenden Blick auf die Leute, die so an mir vobei liefen. Eines war schon so redundant, dass es fast schmerzhaft war. Anzüge über Anzüge, was allein nicht schlimm ist, aber die rauhe Menge an rosa Hemden und gestreiften Krawatten war schon beeindruckend. Alles dort versuchte einem zu sagen, ‘hey, guck mal, ich hab Geld, also bin ich toll’. Gut, nich so meine Ansicht, aber was solls. Bei den Frauen/ Mädels sah es nicht wirklich anders aus. Eine sah aus wie die Andere, lange Goldkettchen, Gucci- Sonnenbrille im Stubenfliegendesign, natürlich aufgesetzt, denn man muss ja nicht sehen wo man hintritt, güldnes Täschlein, Glittershirts und Glammourschühchen etc. Auf gut deutsch, man wurde so oder so geblendet. Fashion victims im großen Stil, gepaart mit flaschenschmeißendem Personal und meines Erachtens einer gehörigen Portion Oberflächlichkeit und Einbildung.

Wir hielten bis 22 Uhr tapfer durch und machten uns dann auf den Weg in die Nacht. Die Dunkelheit tat unseren verglitterten Augen gut und wir nahmen noch einen Absacker in einer nicht allzu hellen Bar.

Fazit dieses Abends, wenn man gern Juppies und Paris- Hilton- Verschnitte zu flachem Pop zappeln sieht, sollte man sich meiner Meinung nach dort wohl fühlen.



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4 Responses to “Felix, Berlin- Tiergarten”

  1. Manuel Says:

    “Sonnenbrille im Stubenfliegendesign…”

    Oh ja - gibt z.Z. weniges, was besch…eidener aussieht :-)

  2. Danny Says:

    Na dann bin ich ja mal gespannt. Auf Puck die Stubenfliege war ich ja schon vorbereitet; auf die 4,50 für’s Bierchen weniger.
    Hab mich heut überreden lassen mir den Schuppen mal von Innen anzusehen. - Na mal schaun…

  3. Mario Says:

    Noch so ein Bericht der meine Ansichten über diesen Club und seine ach so tollen Besucher bestärkt.

  4. Robert Says:

    Geiler Bericht, genau meine Meinung!

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