Soda in der Kulturbrauerei, Berlin - Prenzlauer Berg

Es ist zwar schon eine ganze Weile her (ca. drei Jahre), aber ich habe meinen Besuch im Soda noch gut in Erinnerung. Ich glaube es war ein typischer, was- mach- ich- denn- heute- Abend- Samstag in Berlin und ich dachte mir, dass man doch mal wohin gehen könnte, wo man noch nicht war. So ward die Idee, ins Soda zu gehen, geboren. Wie üblich hieß es ab 23 Uhr anstehen, und das nicht zu kurz. Eine gute halbe Stunde später war ich dann drin, diesmal nicht mit meinem Freund, sondern mit meiner Cousine.

Wir fanden einen recht verschachtelten Club mit mehreren Dancefloors und Treppchen vor und entschieden uns dann für die rote Samtcouch im Erdgeschoss. Das war eine gute Wahl, denn nachdem nach uns noch ca. eine Trilliarden Menschen hinein strömten herrschte innerhalb kürzester Zeit akuter Platzmangel und im oberen Stockwerk musste man sich mittels geballter Körperkraft den Weg zur Theke harter kämpfen. Aber in Anbetracht der tropischen Temperaturen brauchte man halt was zum trinken. Die Preise sind Clubtypisch, also löhnte man für ein Bierchen sowas um die 3 Euronen. Wenn dann die Bardame auch endlich verstand was man wollte, denn es schallte mit kontinuierlichen 100 dB Black Music & Hip Hop aus den Boxen, versuchte man fix wieder ins angenehmere untere Geschoss zu kommen. Meine Cousine war ein super Platzhalter und ich bewahrte sie vor dem Gang ins erste Stockwerk, da wir ja beide eher den guten alten Rock mögen. Der ließ sich seinerseits aber leider auch nicht imErdgeschoss blicken. Es schallte allgemeingültiger Mischmasch.

Die Leute waren überwiegend sehr jung und standen, meiner Meinung nach, auch eher auf Kommerz als Individualität. Es glich doch teilweise eher einer Modenschau als einem lustigen Abend und das Motiv, ich nehm´ mir ne nicht so hübsche Freundin mit, dann seh´ ich noch besser aus, begegnete uns auch einige male. Naja, wir stellten dann die eine oder andere lustige Marotte fest (lästern könnte man auch sagen) und versuchten uns den Abend doch noch einigermassen schön zu trinken, aber tanzen hatte sich aufgrund der fehlenden Musikdiversität schon irgendwie erledigt. So gegen 1 Uhr30 machten wir uns dann um einige Erfahrungen zum Thema Mode und ausgefallenem Tanzstil auf den Weg nach Hause.

Nun denn, das gibts halt auch. Wer jetzt denkt, das Soda is doch aber cool, oder sich nicht sicher ist, obs ihm tatsächlich nicht gefällt, dem solle gesagt sein, dass es meine persönliche Meinung ist und nichts aussagt über die Meinung der anderen.



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