Das indische Restaurant Amrit in Berlin-Mitte

Nachdem uns gestern der Sinn nach etwas Exotischem stand, sind wir nach Berlin- Mitte gefahren und schauten uns mal um. Schlussendlich landeten wir in der Oranienburgerstrasse 45, genauer im absolut exorbitanten indischen Restaurant Amrit in Berlin-Mitte.

Wir saßen dank der Lounge, die überdacht und mit zahlreichen Heizpilzen ausgestattet war, durch die Heizpilze entstand eine grosse Wärme so das wir sogar die nette Kellnerin bitten mussten den Heizstrahler ein wenig herunterzudrehen. Insgesamt macht das Amrit einen noblen aber trotzdem einladenden Eindruck, auch die Sauberkeit hat uns überzeugt, da die Kellnerin doch tatsächlich in der Zeit wo wir anwesend waren 5 mal (!) unseren Tisch gereinigt hat. Und nicht das ihr denkt wir verteilen das Essen über den Tisch…

Die Kellnerin kam schnell und brachte uns die Speisekarten und wir bestellten schon mal ein Jogi- Bier (0,5 l für 3,20 Euro, also durchaus standorttypisch). Das Jogi-Bier ist übrigens durchaus zu empfehlen, für alle standhaften Biertrinker gibt es auch andere Biersorten (u.a. Berliner Pilsner, 0,5l für 3,50 EUR) Nach ausführlichem Studium der Speisekarte, entschied sich mein Freund für das wahrscheinlich typischste indische Gericht, nämlich das Chicken Sabzi (für faire 9,90 Euros). Ich für meinen Teil, wollte mal etwas Schärferes und nahm das Lamb Dansek (10,80 Euro). In der Karte stand mittelscharf und ich befand, dass indisches Essen auch mal etwas schärfer sein darf. Als Vorspeise teilten wir uns Ghobi Pakoras, was in leckerem Teig frittierter Blumenkohl ist. Nach diesem deliziösem Start, ging es auch gleich schmackhaft mit der Hauptspeise weiter. Als ich die ersten drei Bissen quasi verschlungen hatte, eröffnete sich mir das, was die Inder als mittelscharf bezeichneten. Der Naselauffaktor war definitiv hoch und nach der Hälfte musste ich mir zugestehen, dass scharfes Essen vielleicht doch nicht das Richtige für mich ist. Ich konnte meinen Freund dazu überreden mit mir zu tauschen und so konnte ich entspannt zuende essen. Es war aber trotzdem sehr lecker und vor allem reichlich, so dass wir bald bereuten, eine Vorspeise bestellt zu haben.

Da in diesem Lokal sehr nette Kellner angestellt sind, war es gar kein Problem, sich die Reste einpacken zu lassen, was wir taten, denn wir mussten kapitulieren. Eigentlich ist das nicht unsere Art, aber es hat dann noch für eine leckere heutige Mahlzeit gereicht. Alles in allem war es ein kulinarisch und vom Ambiente wertvoller Abend und bedarf einer Wiederholung mit schmackhaftem, vielleicht nicht zu scharfem Essen. Also, viel Spaß im Amrit in Berlin-Mitte.

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4 Responses to “Das indische Restaurant Amrit in Berlin-Mitte”

  1. Peter Says:

    Interessant, das zu lesen! Ich war mal im Amrit in der Kreuzberger Oranienstraße - das gehört, soweit ich weiß, zur gleichen Kette. Und da fand ich das Essen nicht so gut, war alles sehr lieblos zubereitet und hatte einen Beigeschmack von Massenabfertigung. Außerdem war die Portion im Kreuzberger Amrit sehr, sehr übersichtlich, und auch ein netter Kellner war da nirgends zu sehen…

  2. Steffi Says:

    Hallo Peter,

    dazu haben wir noch keine Erfahrung, soviel ich weiss wurde es in Mirchi umbenannt - gehört
    aber immernoch zur gleichen Kette. Bietet nun
    Fusionsküche aus Singapur.

    Es steht auch auf unserer Liste und wir werden dann
    berichten.

    Liebe Grüsse

    Steffi

  3. grobekelle Says:

    @peter, das mit dem Essen stimmt vollkommen, da schmeckt jede Soße gleich. Allerdings waren die Kellner/innen sehr freundlich und die Cocktails wirklich gut. Hinzu kommt die pompose Ausstattung des Gartens, der einem das Gefühl eines Bollywoodstreifens vermittelt.

  4. Kenia Says:

    Danke für diesen Location-Tipp!
    Ich bin nun seit Beginn meines Studiums neu in Berlin und da kann es nie schaden, ein paar Insider-Tipps zu erhalten, was Lokalitäten betrifft.
    Den Hinweis, wie scharf das mittelscharfe Essen tatsächlich war, werde ich mir definitiv merken, dasselbe ist mir nämlich auch schon ein Mal passiert und ich bin, im wahrsten Sinne des Wortes, nicht so scharf auf eine Wiederholung ;-)

    Viele Grüße
    Kenia

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