Leroy`s Joy am Kollwitzplatz in Berlin, Prenzlauer Berg
Wie nicht anders zu erwarten, waren wir vor einiger Zeit mal wieder für euch unterwegs. Diesmal in einer Lokalität, die ich (die Studentin) durch meine jahrelange Stammkundschaft nicht ganz unbefangen behandeln kann. Wir waren im Leroy´s Joy, kurz auch Joy genannt. Ich kenne und besuche diese Bar schon seit rund sechs Jahren und bin noch nicht einmal enttäuscht worden. Das Joy ist meine persönliche eierlegende Wollmilchsau, was das Essen, die Cocktails und sämtliche Sonderwünsche angeht.
So ergab es sich also eines sonnigen Tages, das wir die Sredzkistrasse entlang flanierten und ich wiedermal nicht anders konnte, als zu meinen alten Bekannten ins Joy zu gehen. Und alles war wie immer, das typische Südstaatenflair, alte amerikanische Zapfsäulen, Strassen- und Nummernschilder an den Backsteinwänden, die rustikalen Holztische wie eh und je und hinter einem grossen Tresen die gut gepflegte Spritarmada in Reih und Glied aufgestellt. Quasi alles, was man sich als Gast wünschen kann ist dort zu finden. Hinterm Tresen ein junger Mann der einen freundlich begrüßt und eine nicht minder junge, hübsche und freundliche Kellnerin, die einem den Tisch zuweist (aber nur wenn viele Reservierungen vorliegen). Ansonsten darf man selber wählen. Wir entschieden uns aufgrund des schönen Wetters natürlich für den Biergarten vorm Haus.
Der Rest war wie immer, ein frisches Bier vom Fass wurde bestellt, in diesem Falle 0,5 l Wernesgrüner für 3,10 Euro (in diesem Stadtteil fast noch günstig). Dann die altbekannte Situation, ich kenne die Karte auswendig und weiß wieder nicht, ob ich etwas Mexikanisches, was Creolisches oder gar etwas typisch Amerikanisches essen will. Dieses Haus vereint alles das und zahlreiche Cocktails noch dazu, womit die Auswahl nie leicht fällt, aber falsch entscheiden ist so gut wie unmöglich, es sei denn man bestellt Fisch und mag gar keinen. Wie gesagt, mir schmeckte bis jetzt alles was ich dort trank und aß. Spezieller Hinweis: die Daiquiris und Margeritas sind der Hammer…lecker fruchtelig und das richtige für warme Tage.
Nach einiger Beratung mit meinem Freund entschied ich mich für die Spare- Ribs (ca. 10,80 Euro) und meine bessere Hälfte für den Big Daddys Burger (ebenfalls um die 10 Euro). Gesagt, bekommen und die Bestecke wurden gewetzt. Meine Rippchen waren zartschmelzend, sowohl im Mund, als auch auf der Hüfte, mit oberleckerer BBQ- Soße (natürlich landestypisch) und anbei gab es Coleslaw und knusprige Kartoffelecken. Das Essen meines Partners war nicht minder gehaltvoll und sündhaft delikat. Der Big Daddys Burger war tatsächlich BIG und anbei gab es die guten alten french fries und ebenfalls amerikanischen Krautsalat. Wir kämpften optimistisch gegen die rauhen Mengen an Nahrung und gewannen schlussendlich mit nur kleinem Vorsprung in Magengrösse - *hicks*. Die B- Note fiel für mich nicht so gut aus, denn wie es sich gehört, hab ich mit Fingern gegessen. Alles andere wäre eine ‘neverending- story’ im Sezieren. Naja, danach passte natürlich noch ein Bierchen rein, denn aufgrund von akuter fressalischer Bewegungsunfähigkeit konnten und wollten wir nicht gehen.
Alles in allem kann man sagen, dass in dieser Lokalität jedem etwas geboten wird. Von einem guten Weinsortiment über zahlreiche Cocktailvariationen, leichte Kost, vegetarisches Essen und vor allem landestypische Mahlzeiten bis hin zu der Whiskey- Auswahl ist alles dabei. Dazu gibt es nostalgisch- amerikanisches Inventar und die passende musikalische Begleitung dazu (amerikanische Songs natürlich). Quasi alles das, was man in den alten amerikanischen Filmen immer sieht und denkt, da würd´ich auch mal gern hin.
Fazit: Das Leroy´s Joy ist immer eine Reise wert, aber man sollte reservieren, da es doch relativ stark frequentiert wird und ein Parkplatz vor der Tür kommt in dieser Gegend einem Lottogewinn gleich. So ist ein anschliessender Spatziergang garantiert. Soll ja eh gesund sein!
Wir wünschen euch viel Spass beim selber Essen!
September 8th, 2007 at 15:23
[…] haben wir den Abend noch schön im Leroy`s Joy ausklingen […]